Der Iod-Transporter der Schilddrüse in der Krebstherapie

Der Iodtransporter der Schilddrüse (Natrium-Iodid-Symporter; NIS) vermittelt die aktive Aufnahme von Iod aus dem Blut in die Schilddrüse und bietet damit die Grundlage für die Synthese der Schilddrüsenhormone und die Möglichkeit der Anwendung von Radioiod in der Diagnostik und Therapie von gut- und bösartigen Schilddrüsenerkrankungen. In Anlehnung an die seit mehr als 60 Jahren mit großem Erfolg beim Schilddrüsenkrebs eingesetzte Radioiod-Therapie, ermöglicht die Charakterisierung des NIS-Gens die Entwicklung eines neuen Gentherapie-Ansatzes, wobei NIS in Tumorzellen transportiert wird und damit der Einsatz von Radioiod zur Bildgebung und Behandlung von Tumoren auch außerhalb der Schilddrüse ermöglicht wird. Mesenchymale Stammzellen erlauben dabei als Transportvehikel aufgrund ihrer spezifischen Wanderung in das tumortragende Bindegewebe, NIS gezielt in den Tumor zu transportieren. In diesem von der Stiftung geförderten Projekt untersucht das Forscherteam um Frau PD Dr. Christine Spitzweg von der Medizinischen Klinik II - Campus Großhadern sowie PD Dr. Peter Nelson von der Abteilung für Klinische Biochemie der Medizinischen Poliklinik - Innenstadt des Klinikums der Ludwig-Maximilians-Universität München diesen neuen Stammzell-vermittelten Gentherapie-Ansatz bei Prostata- und Leberkrebs im Mausmodell.

 

PD Dr. Christine Spitzweg

 

Dr. Christine Spitzweg Uni München Großhadern

 

Medizinische Klinik und Poliklinik III

Klinikum der Universität München - Großhadern

PDF download Projekt