Gesunde und leukämische Stammzellen
Das blutbildende System des Menschen hat eine enorme Leistungs- und Regenerationsfähigkeit. Aus den hämatopoetischen (also blutbildenden) Stammzellen entstehen die reifen Zellen des Blutes, die die Sauerstoffversorgung der Organe, die Abwehr von Infektionen, die Blutgerinnung und viele andere lebenswichtige Funktionen sicherstellen. Erkrankt ein Mensch an einer Leukämie, bedeutet dies eine Fehlfunktion der blutbildenden Stammzellen. Ihr Wachstum und ihre Reifung verläuft nicht mehr geregelt, sondern entzieht sich der normalen Steuerung und führt zum Versagen der normalen Blutbildung. Eine Arbeitsgruppe an der Medizinischen Klinik III der Universität München - Campus Großhadern (Leitung: Prof. Dr. W. Hiddemann) untersucht in diesem von der Stiftung geförderten Projekt, ob man gesunde und kranke Stammzellen mit einem speziellen Messverfahren voneinander unterscheiden kann.
Dr. Oliver Christ

Medizinische Klinik und Poliklinik III
Klinikum der Universität München - Großhadern
