


Geburtshaus von
Wilhelm Sander
Fotografie um 1900
Quelle: Bildarchiv Marburg
Fa. Ruhland, 1958, Seitenansicht
Quelle: Stadtarchiv
Neustadt a. d. Donau
Der Stifter und sein Nachlass
Wilhelm Sander wurde am 26. August 1897 als Sohn eines Arztes in Roth bei Nürnberg geboren. Nach dem Studium der Staatswissenschaften an der Universität Erlangen gründete er im Jahr 1923 in Nürnberg unter dem Namen Dr. Ruhland Nachf. eine Fabrik für medizinisches Nahtmaterial. Nachdem der Betrieb während des 2.Weltkrieges bei einem Luftangriff zerstört worden war, verlegte Wilhelm Sander das Unternehmen nach Neustadt an der Donau, wo er auch seinen Wohnsitz nahm.
Bereits vor der Währungsreform hatte Wilhelm Sander begonnen, in Mietwohngebäude zu investieren, zunächst durch den Kauf von älteren Gebäuden in Herne und Gießen, später durch den Bau von Mietwohnungen.
Ab Ende der 50er Jahre betrieb Wilhelm Sander dann den Bau von Wohnungen in großem Stil. So errichtete er in München, Nürnberg und vor allem im Raum Leverkusen Wohnsiedlungen. Die in und um Leverkusen erstellten Wohnungen werden aufgrund besonderer Verträge von Mitarbeitern der Bayer AG bewohnt, wofür Bayer den Bau mit Wohnungsdarlehen unterstützte.
In den 60er Jahren richtete Wilhelm Sander sein Augenmerk auch auf den Wohnungsmarkt in der Schweiz und erwarb dort mehrere Objekte. Zuletzt war er unmittelbar Eigentümer von 4404 Wohnungen in Deutschland und der Schweiz und über Beteiligungen an Gesellschaften im Besitz von weiteren 227 Wohnungen in der Schweiz.

Opladen zu Beginn der
siebziger Jahre

Wohnanlage am
Nürnberger Luitpoldhain,
entstanden 1952 bis 1960

Leverkusen-Rheindorf,
Baujahr 1964
